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Gipsmodell mit Zahnkranz im Dentallabor Starlab Dental

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Zahntechniker prüft ein Modell im Artikulator
Flur im Dentallabor Starlab Dental in Huglfing

StarLab Dental News +++

Intraoralscan: erste Leitlinie und ein Tipp für KI-Kronen

Zahntechniker konstruiert Zahnersatz am CAD-Bildschirm

September 2026: Intraoralscan: erste Leitlinie und ein Tipp für KI-Kronen

Wann der digitale Abdruck so genau ist wie der klassische und warum der Scanumfang für KI-Konstruktionen zählt.

Ende August ist die erste Leitlinie zum Intraoralscan in der Zahnmedizin erschienen (S2k-Leitlinie, AWMF-Registernummer 083-049). Federführend waren die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) und die Deutsche Gesellschaft für computergestützte Zahnheilkunde (DGCZ). 41 weitere Fachgesellschaften und Organisationen haben mitgearbeitet, darunter der Verband Deutscher Zahntechniker-Innungen. Koordiniert wurde die Leitlinie am LMU Klinikum München.

Die wichtigsten Aussagen

  • Für Einzelkronen auf Zähnen und Implantaten sowie für kurze Brücken mit drei bis vier Gliedern liefern heutige Scanner gute Ergebnisse, vergleichbar mit der herkömmlichen Abformung.
  • Je länger die Versorgung, desto eher treten Ungenauigkeiten auf. Je nach Indikation sieht die Leitlinie Grenzen, etwa bei der Darstellung der dynamischen Okklusion.
  • Für herausnehmbaren Zahnersatz ist der vollständig digitale Weg noch nicht durchgängig möglich.
  • Die Leitlinie betont die Schnittstellen zwischen Praxis und Labor. Offene Datenformate wie STL, OBJ oder PLY sind inzwischen Standard.

KI im Kronendesign: mindestens den Quadranten scannen

Passend dazu hat die Deutsche Gesellschaft für Prothetische Zahnmedizin und Biomaterialien (DGPro) ihren Wissenschaftspreis 2026 an ein Team des Universitätsklinikums Regensburg und der OTH Regensburg vergeben. Die Forschenden ließen eine KI einen unteren ersten Backenzahn konstruieren: einmal auf Basis des ganzen Kiefers, einmal auf Basis eines Quadranten und einmal nur mit den Nachbarzähnen. Ganzer Kiefer und Quadrant lieferten gleich gute Ergebnisse. Mit nur den Nachbarzähnen wich die Form deutlich ab, und es gab mehr Fehlkonstruktionen. Die Empfehlung der Autoren: mindestens den Quadranten scannen.

Was das für die Zusammenarbeit heißt

Für Kronen und kurze Brücken ist der digitale Weg heute eine verlässliche Alternative zum Abdruck. Bei größeren Arbeiten und herausnehmbarem Zahnersatz stimmen wir mit Ihrer Praxis gern ab, welcher Weg im Einzelfall der beste ist und wie Sie uns Ihre Scandaten am einfachsten übermitteln.

Quellen: AWMF-Leitlinie 083-049, ZWP online, zm online, Universität Regensburg